Einführung in Texas No Limit Hold'em: Setzrunden

Wann sind die Setzrunden?

Es gibt insgesamt vier Setzrunden – die erste, nachdem jeder Spieler seine zwei Karten erhalten hat (diese nennt man preflop), die zweite nachdem der Flop aufgedeckt wurde, die dritte nach dem Turn und die vierte nach dem River.

In der ersten Setzrunde fängt der Spieler links vom vom Big Blind an. In den drei späteren Setzrunden fängt der erste Spieler links vom Button an. Danach folgen immer die weiteren Spieler im Uhrzeigersinn. Dabei kann es vorkommen, dass Spieler in einer Setzrunde mehrmals an der Reihe sind.

Was hat man für Optionen bei einer Setzrunde?

1. Setzen (bet)

Hat vor einem noch kein Spieler gesetzt, so kann man dies selbst machen. Wie viel man setzen möchte, ist einem völlig frei überlassen, solange man so viele Chips am Tisch hat, wie man setzen möchte und mindestens den Betrag des Big Blinds setzt.

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Schon der Name ‘No Limit Hold’em’ deutet darauf hin, dass man beliebige Beträge setzen kann. Es gibt andere Varianten, bei denen man zum Beispiel nur bestimmte vorher festgelegte Beträge setzen kann (Fixed Limit), oder bei denen man nicht mehr setzen darf, als gerade im Pot ist (Pot Limit).

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2. Mitgehen (call)

Hat schon ein Spieler vor einem gesetzt, kann man mitgehen, indem man ebensoviele Chips bringt, wie von dem Spieler gesetzt wurden.

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In der ersten Setzrunde zählen die Chips, die der Big Blind vor der Hand gesetzt hat als Einsatz. Will man also in der ersten Runde mitgehen, muss man mindestens so viele Chips bringen wie der Big Blind.

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3. Passen (fold)

Hat ein Spieler vor einem gesetzt, aber man möchte nicht so viele Chips bezahlen (etwa weil man abschätzt, dass die eigene Hand nicht gut genug wird), kann man passen. Dann muss man gar nichts setzen, verliert dafür aber das Recht weiter mitzuspielen. Man legt seine Karten ab, scheidet aus dem Spiel aus und nimmt in diesem Spiel nicht am Showdown teil. Man hat also keine Möglichkeit mehr, den Pot zu gewinnen. Haben alle bis auf einen Spieler gepasst, gewinnt dieser automatisch den Pot.

4. Erhöhen (raise)

Hat ein Spieler vor einem gesetzt, kann man den gesetzten Betrag auch noch erhöhen (etwa, weil man eine sehr starke Hand hat). Man muss mindestens so viel erhöhen, wie zuvor schon gesetzt war. Hat zum Beispiel ein Spieler 50 Chips gesetzt, so muss man, wenn man erhöhen möchte, mindestens um 50 weitere Chips erhöhen, also insgesamt mindestens 100 Chips bringen. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt, allerdings kann ein Spieler nicht mehr Chips setzen, als er vor sich am Tisch hat. Jedesmal nachdem ein Spieler erhöht hat, sind alle Spieler, die noch nicht gepasst haben, wieder dran und müssen die Erhöhung mitgehen (oder können auch nochmal erhöhen), wenn sie nicht passen wollen. Dadurch kann es vorkommen, dass Spieler während einer Setzrunde mehrmals dran sind.

5. Schieben (check)

Hat vor einem noch kein Spieler gesetzt, kann man, wenn man nicht setzen möchte, checken. Man setzt nichts und der nächste Spieler ist an der Reihe. Checken während einer Setzrunde alle Spieler, geht es einfach weiter, ohne dass in dieser Runde etwas gesetzt wurde.

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Ein Fehler, den viele Anfänger machen, ist dass sie, obwohl sie checken könnten, ihre Hand einfach passen. Zum Beispiel stellen sie fest, dass der Flop ihren Karten nicht geholfen hat und werfen ihre Karten einfach weg, wenn sie an der Reihe sind, obwohl noch gar keiner gesetzt hat. Das sollte man nicht machen, denn wenn die Möglichkeit besteht, die nächste Karte einfach so zu sehen, ohne etwas zu bezahlen, sollte man diese immer wahrnehmen. Wer weiß, vielleicht bringt sie ja ein kleines Wunder.

Online kann einem dies übrigens (fast) nicht passieren – die meisten Seiten weisen einen entweder darauf hin, dass man checken kann oder bieten einem gar nicht erst die Option zu passen, wenn noch niemand gesetzt hat.

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All-in

Was passiert eigentlich, wenn mehr gesetzt wurde, als man selbst an Chips vor sich hat? Muss man dann ins Portemonnaie greifen, muss man die Autoschlüssel auf den Tisch packen oder die eigene Frau einsetzen? Nein, diese Zeiten sind lange vorbei. Kein Spieler muss mehr Chips setzen, als er selbst am Tisch hat. Ein Spieler, der alle seine Chips gesetzt hat, ist dann all-in. Er bleibt mit seinem bisher geleisteten Einsatz am Pot beteiligt, kann aber von jedem Gegenspieler nur soviel gewinnen, wie er eingesetzt hat. Sind mehr als 2 Spieler an diesem Pot beteiligt, wird ein sogenannter Sidepot gebildet, um den nur noch die anderen Spieler spielen.

Nachdem die Setzrunde beendet ist, werden alle Chips, die in dieser Runde gesetzt wurden, in den Pot gelegt. Haben alle bis auf einen Spieler gepasst, ist das Spiel zu Ende und der letzte übrige Spieler gewinnt den Pot. Sind noch mehr Spieler dabei, geht es mit der nächsten Karte weiter oder es kommt – nach der letzten Setzrunde – zum Showdown.

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