PokerRing Las Vegas Guide - Teil 2: Fortbewegen

PokerRing Las Vegas Guide - Teil 2: Fortbewegen

von Matthias Manhertz — 17.08.09

Letzte Woche habe ich verschiedene Optionen vorgestellt, wie und wo ein Tourist in Las Vegas wohnen kann. Eine wichtige Entscheidung, die man dabei vor der Wahl der Unterkunft treffen sollte, war die Wahl der bevorzugten Fortbewegungsart. Denn wer mit dem Auto unterwegs ist, kann selbstverständlich andere Hotels anfahren als ein Fussgänger, ohne dass er erhöhte Kosten und Mühen hat, wenn er die Stadt erkunden möchte. Welche Optionen der Vegas Tourist bei der Wahl des Fortbewegungsmittels hat, soll in diesem Teil des PokerRing Las Vegas Guide erörtert werden.

Als erstes möchte ich die Vor- und Nachteile eines Mietwagens erläutern. Der offensichtlichste Nachteil ist der augenscheinlich hohe Preis. Verzichtet man auf das Auto, fährt stattdessen aber viel mit dem Taxi, relativiert sich dieser zwar sehr schnell, aber wirklich billig ist ein Mietwagen sicher nicht. Dagegen steht die enorme Flexibilität jederzeit ganz nach belieben überall hin fahren zu können. Gerade wenn man plant, neben den Casinos auch die Einkaufszentren und Supermärkte anzusteuern, ist dabei auch der Kofferraum sehr praktisch. Will man jedoch hauptsächlich die Casinos, Bars und Clubs frequentieren, ist es unter Umständen dem Spaß sehr abträglich, dass immer wenigstens einer aus der Gruppe nüchtern bleiben muss.

Wer also sehr flexibel sein, den Dollar-Kurs zum Shoppen nutzen und generell mehr als den Las Vegas Strip sehen möchte, ist mit einem Mietwagen gut bedient. Will man sogar die Stadt verlassen und sich Sehenswürdigkeiten wie den Hoover Damm, den Red Rock Canyon, das Valley of Fire oder sogar den Grand Canyon ansehen, kommt man um einen Mietwagen quasi nicht herum. Wer jedoch in seinem Vegas Urlaub hauptsächlich die Casinos, Bars, Clubs und Restaurants am Strip besuchen will und dazu vielleicht noch einen Abstecher nach Downtown machen und ein paar wenige ausgewählte Ziele in der Stadt anfahren möchte, kommt mit den folgenden Alternativen wahrscheinlich billiger weg.

Das Taxi
Hier gibt es wenig zu sagen, die meisten werden ja mit dem Konzept vertraut sein. Am besten man hat vorher schon einen Stadtplan wenigstens flüchtig studiert und kann grobe Anweisungen zur Fahrtstrecke geben. Schwarze Schafe unter den Fahren machen sonst auch mal große Umwege. Ansonsten sind an den Hotel Lobbies die Taxi-Schlangen teilweise extrem lang und zumindest am Strip dürfen Taxifahrer keine Fahrgäste einfach am Straßenrand aufgabeln.

Die Monorail
Auf der Ostseite des Las Vegas Boulevard sind vom MGM Grand bis hoch zum Sahara die Hotels “großmaschig” mit der Monorail verbunden. Für $5 einfache Fahrt / $13 Tageskarte / $28 Drei-Tageskarte ist man zumindest in diesem Bereich des Las Vegas Strip günstig mobil. Da aber die Stationen relativ weit auseinander (und auf den Rückseiten der Hotels) liegen und es keine Verbindung zur Westseite der Straße gibt, ist diese Alternative mit einigen Fußwegen verbunden.

The Deuce
Unter dem schönen Namen “the Deuce” verkehrt ein öffentlicher Bus von der Outlet Mall südlich des Flughafens den gesamten Las Vegas Boulevard hoch nach Downtown und darüber hinaus (und auch wieder zurück). Der Bus ist noch billiger als die Monorail. Ein 24-Stunden-Ticket kostet $7 und für $15 fährt man drei Tage. Der Bus hält öfter als die Monorail und deckt eine weitere Strecke ab. Besonders praktisch ist, dass man mit ihm bis nach Downtown kommt. Der große Nachteil ist, dass der Bus nicht schneller fahren kann, als der restliche Verkehr auf dem Strip. Zu Stoßzeiten kann das quälend langsam sein. Außerdem ist er oft auch unangenehm voll.

Kostenlose Shuttles
Die meisten Hotels, die nicht direkt am Strip liegen, bieten kostenlose Shuttle-Busse an. Das Orleans, das Rio, das South Point und auch das neue M-Resort haben solche Shuttles im Angebot. Interessierte sollten sich auf den Websites der Resorts nach den Fahrzeiten erkundigen. Außerdem gibt es zwei kostenlose “Bahnverbindungen” am Strip. Eine davon verkehrt zwischen Excalibur, Luxor und Mandalay Bay, die andere verbindet das Mirage mit dem Treasure Island. Auch wenn einem die überbrückten Strecken vielleicht zunächst sehr kurz vorkommen, weiß man die Ersparnis an Fußweg schnell zu schätzen.

Geheimtip für Autofahrer
Den Las Vegas Boulevard meiden!
Wenn man nicht gerade aus Sightseeing-Gründen den Strip hinauf oder hinab fahren möchte, bietet es sich an die parallel verlaufenden Straßen “Frank Sinatra Drive” (im Westen) bzw. “Koval Lane” (im Osten) zu nutzen. Beide verlaufen hinter den Hotel-Casinos, die den Strip säumen. In der Regel gibt es auch eine direkte Einfahrt zu den jeweiligen Park-Garagen. Der hauptsächliche Vorteil liegt aber sicher darin, dass der Verkehr zu fast jeder Tageszeit deutlich schneller fließt und seltener von Ampeln unterbrochen wird.