PokerRing Las Vegas Guide - Teil 3: Essen

PokerRing Las Vegas Guide - Teil 3: Essen

von Matthias Manhertz — 24.08.09

Wer die ersten beiden Teile des Las Vegas Guide gelesen hat, der weiß wo er unterkommen und wie er umherkommen kann. Doch was tun wenn es unweigerlich irgendwann zum Magenknurren kommt?

Nun, in Las Vegas kommt vom Burger-Liebhaber über den gefräßigen “All-You-Can-Eat-Buffet-Fan” zum Feinschmecker jeder auf seine Kosten. Aber welche Burgerschuppen sind zu empfehlen? Und wohin sollte man sich für ein üppiges und kostspieliges Mehr-Gänge-Menü wenden? In diesem Teil des Las Vegas Guide versuche ich diese Fragen zu beantworten und gebe Empfehlungen aus meiner Erfahrung.

Fangen wir mit dem an, was Vegas am besten kann: Übertreiben. Nahezu jedes Casino-Hotel hat ein eigenes All-You-Can-Eat-Buffet, an dem man sich für verhältnismäßig wenig Geld den Bauch nach Belieben vollschlagen kann. Leider sind die wenigsten dieser Buffets, was den Geschmack und die Qualität der Speisen angeht, über dem Level einer durchschnittlichen Kantine angesiedelt. Einige sogar deutlich darunter.

Mittlerweile bieten einige Hotels, z.B. Excalibur und MGM Grand, sogar Tageskarten für ihre Buffets an. Mit diesen hat man je einmal zur Frühstücks-, Mittags- und Abendessenszeit Zutritt zum Buffet. Davon kann ich nur abraten. Ich esse zwar selbst gerne, aber mehr als einmal am Tag All-You-Can-Eat ist auch mir zuviel. Dazu kommt, dass es sich bei diesen Angeboten in der Regel um die schlechteren Buffets handelt. Aus eigener Erfahrung, kann ich sagen, dass das MGM Grand gerade noch essbar ist, mehr aber auch nicht. Das Excalibur soll verschiedenen Bewertungen im Netz zu Folge noch schlechter sein.

Empfehlen kann ich das Buffet im Planet Hollywood mit einer sehr vielfältigen Auswahl leckerer Speisen und das Wynn Buffet mit einer etwas “exklusiveren” Auswahl an sehr gut zubereiteten Speisen und mit Blattgold verzierten Desserts. Immer wieder gelobt wird auch das Buffet im Mirage, welches ich aber noch nicht selbst probiert habe.

Für Fans von Fisch und Meeresfrüchten ist auch das relativ teure Seafood Buffet im Rio einen Gedanken wert. Die zubereiteten Gerichte sind zwar nichts besonderes, aber die Auswahl an Muscheln, Flusskrebsen und Crab-Legs “zum selber Pulen” ist beeindruckend und lecker. Der absolute “Geheimtipp” unter den Buffets ist aber das “Studio B” im M Resort, welches leider sehr weit vom Strip entfernt liegt. Dieses Buffet ist an Umfang und Qualität unerreicht, die Dessert Bar alleine wäre den Besuch wert, und es ist preisgünstig, zumal Bier und Wein inbegriffen sind. Wer sich eine Players Card machen lässt bekommt übrigens einen Buffetbesuch “geschenkt”.

Wer lieber von einer Speisekarte wählt und sich bedienen lässt, ist in Vegas aber auch sehr gut aufgehoben. Mit unzähligen Restaurants von Celebrity Chefs, wie Wolfgang Puck, Michael Minna und Emeril Lagasse, ist Las Vegas in den letzten Jahren zu einer wahren Hochburg des Fine Dining geworden. Ich selbst konnte mir in Wolfgang Puck’s “Spago” bei einem 6-Gänge Menü mit passenden Bier-Paarungen zu jedem Gang ein Bild davon machen und werde in Zukunft sicher noch in weiteren dieser Restaurants speisen.

Mein nächstes Ziel wird dabei wohl das immer wieder in den Himmel gelobte “Delmonico’s Steak House” von Emeril Lagasse werden. Auch wenn sich die Geister insbesondere bei den Steak Häusern scheiden, welches nun das beste in Vegas sei, gehört Delmonico’s doch sicher zu den wenigen an der Spitze. Weitere Empfehlungen, die man immer wieder zu hören bekommt, sind Craftsteak im MGM Grand und das Steak House im Circus Circus. Doch Achtung, in vielen dieser Fine Dining Restaurants beläuft sich die Rechnung am Ende des Abends leicht auf einige Hundert Dollar pro Person, insbesondere wenn man auch noch Wein zum Essen trinken möchte.

In etwa der selben Preisklasse bewegen sich auch zwei Restaurants, die eventuell eine nicht ganz so hohe Qualität an Speisen bieten, aber dafür gleich noch den Status einer Sehenswürdigkeit inne haben. Zum einen das Top of the World Restaurant im Stratosphere Tower und zum anderen Switch im Encore. Ersteres bietet einen sagenhaften Ausblick von der rotierenden Aussichtsplattform des höchsten Gebäudes westlich des Mississippi, während letzteres damit aufwartet, dass in regelmäßigen Abständen während des Essens das gesamte Dekor inklusive der Outifts der Bedienungen “switched”. Für einen Touristen, der einfach so viel möglich erleben will, sind sicher beide einen Besuch wert.

Wer nur schnell den gröbsten Hunger stillen will, der kann natürlich auch zum wohl amerikanischsten Gericht der Welt greifen: Dem Hamburger. Doch hier ist die Auswahl schier unbegrenzt. Zum einen gibt es die Fastfood-Ketten, zum anderen machen sich gerade am Strip auch viele etwas höher preisige Burger Restaurants breit. Fastfood-Ketten gibt es in den USA wie Sand am Meer und in meinen Augen schafft es, von den bei uns bekannten Burger King und McDonalds, keine auch nur unter die Top5. Diese sind für mich wie folgt belegt:
5. Wendy’s
4. Jack in the Box
3. Carls Junior
2. In’n’Out Burger
1. FatBurger
Dazu sollte man erwähnen, dass FatBurger von den Preisen und der Wartezeit schon fast nicht mehr in die Fast-Food Kategorie passt und dass man wenigstens die Pommes bei In’n’Out “Animal Style” bestellen muss.

Von den Burger Restaurants möchte ich schließlich noch Strip Burger und die Burger Bar im Mandalay Bay hervorheben. Strip Burger besticht mit seiner guten Lage am nördlichen Ende der Fashion Show Mall, wo man unter großen Ventilatoren draußen sitzen und “People Watching” betreiben kann. Die Burger dazu sind relativ günstig und sehr lecker und abends gibt es täglich eine Happy Hour mit günstigem Bier und Mini Burgern.

Die Burger Bar ist zugegebener Maßen teuer, daafür sind die Burger wirklich gut und man kann aus vielen verschiedenen Extras und Käsesorten wählen. Gegen Aufpreis gibt es die Burger auch mit Buffalo statt Rindfleisch. Sehr zu empfehlen ist nach der Hauptspeise der “Dessert Burger”. Dabei handelt es sich um eine kreative Nachspeise, die schon alleine gut genug ist, um sicherzustellen, dass ich wiederkommen werde.

Wer meinen Tipp aus Teil 1 des Guides befolgt und im Desert Rose oder einem vergleichbaren Resort mit Küche auf dem Zimmer absteigt, der kann natürlich auch einfach für sich selber kochen und damit seiner Gesundheit und seinem Geldbeutel einen großen Gefalllen tun. (Aber wer ist schon in Vegas um gesund und sparsam zu leben?)

Im nächsten Teil des Guides geht’s dann endlich mal um das wichtigste in Vegas: Ums Zocken!